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Wenn man mit Kobolden tanzt! | Newsletter Abo |
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| Geschichte: Wenn man mit Kobolden tanzt! |
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Seite 1 von 2 Japanische Geschichte:Wenn man mit Kobolden tanzt!
Im Walde aber war es sehr einsam und schaurig und der Mann konnte vor Angst und Furcht nicht schlafen. Gegen Mitternacht hörte er plötzlich Stimmen und lautes Lachen. Verwundert streckte er den Kopf hervor und sah eine Anzahl Kobolde mit den sonderbarsten Gesichtern und in verschiedener Gestalt. Diese hatten gerade in der Nähe des Baumes, in dem der Landmann saß, Platz genommen und ergötzten sich am Trunk. Als sie genug getrunken hatten, begannen sie zu singen und zu tanzen. Der Landmann, der gern tanzte und ebenso gern einen guten Trunk Sake1 zu sich genommen hätte, konnte es in seinem Versteck nicht länger aushalten, denn die Lust der Kobolde wirkte auf ihn ansteckend. Er kam also hervor und näherte sich den Tanzenden, die, als sie einen Menschen erblickten, erschraken und forteilen wollten. Er rief ihnen aber zu: „Bleibt nur da, ich will euch nur zeigen, wie man besser tanzt!“ Und gleich darauf begann er sich lustig im Tanze zu drehen. Die Kobolde freuten sich über sein Tanzen und versuchten es ihm nachzumachen, auch gaben sie ihm zu essen und zu trinken. War das eine Fröhlichkeit! Sie dauerte bis der Morgen graute. Da sprachen die Kobolde: „Du hast uns durch deine Gesellschaft hocherfreut. Komme doch auch morgen nacht wieder!“ Der Landmann sagte dies zu; aber die Kobolde wollten ein Unterpfand haben, daß er auch sicherlich käme. „Weißt du“, sagten sie zu ihm, „wir werden zur Sicherheit deine Geschwulst nehmen, du kannst sie dann morgen wieder bekommen.“ Damit griff der Sprecher gleich an die Wange des Mannes und nahm ihm die Geschwulst fort, ohne daß er einen Schmerz verspürte. Hierauf eilten alle lachend fort, ihm zurufend, nicht zu vergessen wieder zu kommen. Der Landmann befühlte seine Wange, sie war ganz glatt und hatte keine Spur der Geschwulst mehr, nicht einmal eine Narbe; er war darüber außerordentlich froh und nahm sich vor, diesen Platz in Zukunft zu meiden und den Kobolden aus dem Wege zu gehen; denn er hatte gar kein Verlangen die Geschwulst wieder zu bekommen. Er ging also zufrieden nach Hause, wo alle ihn verwundert anstaunten, daß er seine Geschwulst ohne jede Spur verloren hatte. Er erzählte dann, welches Glück ihm die Kobolde für sein Tanzen bereiteten, verschwieg aber kluger Weise, daß sie ihm die Geschwulst nur als Unterpfand für sein Wiederkommen abgenommen hatten. Nun wohnte in dem Dorfe noch ein Landmann mit einer Geschwulst auf der Wange. Dieser hatte die Geschwulst auf der linken Seite. Zum Teil II Weitere Infos:
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n alter Zeit lebte einmal ein Landmann, der
hatte auf der rechten Wange eine große Geschwulst, groß wie eine Birne.
Als dieser Landmann eines Tages in den Wald ging um Reisig zu sammeln,
wurde er von einem Gewitter überrascht und flüchtete in einen hohlen
Baum, wo er Schutz vor dem Regen fand. Als das Gewitter endlich
aufhörte, war es Nacht geworden und der Landmann konnte den Weg nach
Hause nicht finden; deshalb blieb er in der Höhlung des Baumes sitzen
und erwartete den Morgen.